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Erfreuliche Nachrichten nahmen die SCV-Delegierten im April in Meiringen zur Kenntnis. Die finanzielle Trendwende ist geschafft, die Perspektiven sind erfreulich. Rainer Held und Luzius Hassler wurden an der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Isidor Röösli neu in die Geschäftsleitung gewählt.

66 Stimmberechtigte nahmen an der 20. Delegiertenversammlung der Schweizerischen Chorvereinigung (SCV) in Meiringen teil. Dazu zahlreiche Gäste inbesondere Vertretungen von befreundeten Verbänden sowie des Organisationskomitees Schweizer Gesangfest 2015.

Vor Beginn der Sitzung widmete der Zentralpräsident Claude-André Mani dem am 14. November 2014 verstorbenen Ehrenpräsidenten Gody Widmer eine Gedenkminute.

Abschluss mit Gewinn

Finanzchef Otto Mattle hat gut lachen. (Fotos Thierry Dagon)

Die Finanzsituation, die 2013 noch alarmierend war, hat sich markant verbessert. Dank Einsparungen und Mehreinnahmen schliesst die Rechnung 2014 mit einem Gewinn von rund 100 000 Franken ab. Laut Finanzchef Otto Mattle waren die eingenommenen Mitgliederbeiträge höher als budgetiert, 35 000 Sängerinnen und Sänger haben eingezahlt. Positiv wirkte sich zudem eine Spende für das Songbook in Meiringen aus. Das Eigenkapital liegt nun wieder im Plus und beträgt 34 000 Franken. Die von den Kantonalverbände gewährten Überbrückungsdarlehen können fristgerecht zurückbezahlt werden.

Bis 2018 sieht die Finanzplanung erfreulich aus, obwohl gesamtschweizerisch ein jährlicher Mitgliederrückgang von 6 bis 8 Prozent erwartet wird. In Zukunft können viel mehr Mittel für Kinder- und Jugendchöre, Projekte und in die Ausbildung der Chorleiterinnen und -leiter investiert werden. Das Eigenkapital kann sukzessive auf 240 000 Franken gesteigert und auf diesem Niveau gehalten werden. Die Mitgliederbeiträge bleiben bei 8 Franken pro Jahr, ein Antrag auf Reduktion wurde zurückgezogen.

Rechnung und Budget wurden von den Delegierten praktisch diskussionlos genehmigt. Ebenso kleine Anpassungen bei den Statuten. Mit dem schlankeren Regelwerk wird die Umbauphase der letzten Jahre abgeschlossen

Wechsel in der Geschäftsleitung

Laurent Bovier tritt nach zwei Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung zurück  aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen und seinen Aufgaben im Verband Walliser Gesangsvereine. Auch Andreas Gabriel, Vizepräsident und Kommunikationsverantwortlicher, wird sein Mandat per Ende 2015 niederlegen. Die Verhandlungen mit dem Bundesamt für Kultur wird er jedoch so lange wie nötig begleiten. Die Kommunikationsaufgaben werden teilweise vom neu gewählten Mitglied der Geschäftsleitung Isidor Röösli, Kantonalpräsident der Chöre Innerschweiz, übernommen.

Bei der Musikkommission wurde die Wahl von Thierry Dagon als Präsident bestätigt. Die Delegierten hiessen zudem Martin Zimmermann, Nicolas Reymond und Manuel Rigamonti als neue Mitglieder mit einem Applaus herzlich willkommen.

Zentralpräsident Claude-André Mani mit dem neuen Ehrenmitglied Rainer Held (rechts).

Verdiente Amtsträger geehrt

Vreni Winzeler gratuliert Luzius Hassler.

Einstimmig wählten die Delegierten Rainer Held zum Ehrenmitglied, der von 2005 bis 2014 als Musikkommissionspräsident amtierte. Claude-André Mani dankte ihm für die Mitarbeit und seinen unendlich grossen Einsatz für das Laienchorwesen und die SCV, welches er mit Leidenschaft geprägt hat. Auch das Engagement von Luzius Hassler als Musikkommissionsmitglied von 2001 bis 2015 wird mit der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt und verdankt.

Illustre Grussbotschaften

Isabelle Chassot überbrachte Grüsse als Direktorin des Bundesamt für Kultur und erläuterte in ihrem Referat die Kulturbotschaft des Bundesrates, insbesondere die Umsetzung des Verfassungsartikels 67a (Musikalische Bildung).

Das OK des Schweizer Gesangfest in Meiringen nutze die Gelegenheit, auf den bevorstehenden Grossanlass aufmerksam zu machen. Für Geschäftsführer Carl Schiesser war die Delegiertenversammlung eine Art Hauptprobe für das Fest, das viele Highlights bieten wird. 415 Chöre mit rund 12 000 Sängerinnen und Sänger werden an den beiden Wochenenden im Juni erwartet, dazu über 600 Kinder jeweils am Freitag im Rahmen des SingplausCH. Das Budget beläuft sich auf 2,4 Millionen Franken und lässt ein ausgeglichenes Ergebnis erwarten. Sollte trotzdem etwas übrigbleiben, so Carl Schiesser, werden die Mittel zur Förderung des Gesangs und für die kulturelle Entwicklung in der Region eingesetzt.